NahWärme für Reicheneck

Klimaneutrale Wärme direkt ins Haus

Mit Hochdruck arbeiten wir daran, die klimafreundliche Lösung für die innovative Wärmeversorgung in Reicheneck umzusetzen. Neben dem Umweltaspekt spielt auch die Versorgungssicherheit eine wichtige Rolle bei der Versorgung durch ein Wärmenetz. Durch den Umstieg von fossilen Energien auf Erneuerbare Energien können wir das ermöglichen.

Nachdem der Antrag auf Förderung einer Machbarkeitsstudie für das Wärmenetz vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) genehmigt wurde, fiel der Startschuss für die Machbarkeitsstudie am 22. Juni 2022. Diese ist auf einen Zeitraum von 12 Monaten angesetzt und wird Aufschluss darüber geben, ob sich ein Wärmenetz in Reicheneck realisieren lässt.

In der Zwischenzeit prüfen wir die technische Umsetzbarkeit, beauftragen externe Planungsleistungen für das Wärmenetz, die Energiezentrale und für die Erzeugungsanlagen. Eine intensive Kosten- und eine abgestimmte Zeitplanung werden zu belastbaren Wärmepreisen und zu einer erwarteten Zeitschiene führen. Auf dieser Grundlage werben wir um eine möglichst hohe Anschlussquote, von der alle Beteiligten profitieren!

Es gibt viel zu tun – wir freuen uns darauf!

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km Wärmenetz

Projektfortschritt

Wir stellen Ihnen hier die neuesten Entwicklungen und den aktuellen Sachstand vor.
Schauen Sie einfach öfters mal vorbei und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Zweite Bürgerinformation

Oktober 2022

Am 14. Oktober fand in der Herzog-Ulrich-Halle in Reicheneck eine weitere Informationsveranstaltung zu dem geplanten Wärmenetz statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Bezirksbürgermeister Ulrich Altmann und seinem Team. FairEnergie berichtete gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Tilia GmbH über den aktuellen Projektfortschritt. Neben dem favorisierten Versorgungskonzept und der geplanten Zeitschiene wurden die Auswirkungen der aktuellen Energiemarktsituation auf das Projekt in Reicheneck erläutert. Begleitet wurde die FairEnergie dabei von Baubürgermeisterin Angela Weiskopf sowie Dr. Uli Hasert, dem Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Landkreis Reutlingen. Beide betonten die Bedeutung des Vorhabens, einen ganzen Teilort von Reutlingen mit einem klimafreundlichen Wärmenetz zu versorgen und sicherten Unterstützung im weiteren Prozess zu.

Vortrag zum Download

BAFA genehmigt Antrag

Juni 2022

Die BAFA erteilte dem Modellvorhaben in Reicheneck einen Zuwendungsbescheid für die beantragte Machbarkeitsstudie gemäß WNS 4.0. Damit verbunden ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss für die eingereichten Kosten in Höhe von bis zu 50% der gesamten Planungskosten, angelehnt an die Planungsphasen 2-4 gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Neben eigenen Aufwänden sind hiervon insbesondere Planungsleistungen in den Bereichen Erzeugungsanlagen, Wärmenetz und der Energiezentrale betroffen. Der Bewilligungszeitraum beträgt 12 Monate und endet am 25.06.2023.

Machbarkeitsstudie

April 2022

Aufgrund des großen Interesses aus Reicheneck und nach eingehender Wirtschaftlichkeitsbetrachtung entschloss sich die FairEnergie gemeinsam mit allen Projektpartnern das Projekt weiter zu verfolgen. Hierzu wurde nach einigen Vorarbeiten im April 2022 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Antrag für eine Machbarkeitsstudie (Modul 1) gemäß der angestrebten Bundesförderung für effiziente Wärmenetzsysteme 4.0 (WNS 4.0) eingereicht.

Großes Interesse

September 2021

Parallel zu der Bürgerinformation wurde im Sommer 2021 eine unverbindliche Umfrage zum potenziellen Interesse an einem Wärmenetz in Reicheneck durchgeführt. Das große Interesse wurde durch eine sensationelle Rücklaufquote von 75% der angeschriebenen Haushalte bestätigt, von denen wiederum über 80% Interesse an einem Wärmenetz in Reicheneck signalisierten.

Zusätzlich wurde die Heizungsstruktur in Reicheneck abgefragt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Realisierbarkeit eines Wärmenetzes hat. Aktuell wird in Reicheneck mit mindestens 80% zum überwiegenden Teil mit Heizöl geheizt. Außerdem sind die Heizungen dabei häufig bereits in die Jahre gekommen, wodurch der optimale Zeitpunkt für die Errichtung eines nachhaltig konzeptionierten Wärmenetzes gekommen ist. Die zuvor getroffenen Annahmen wurden damit verifiziert.

Erste Bürgerinformation

Juli 2021

Am 28.07.2021 wurde im Rahmen mehrerer Bürger-Informationsveranstaltungen die bisherigen Projektfortschritte und erste Ideen zu einem möglichen Versorgungskonzept vorgestellt. Dabei soll die benötigte Wärme möglichst zu 100% aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden. Ein neu zu errichtendes Wärmenetz sorgt für die Verteilung der Wärme im gesamten Reichenecker Wohngebiet.

Des Weiteren wurde der notwendige Prozess von der ersten Konzeptidee bis zur ersten Wärmelieferung grob skizziert. Die für die Realisierung des Projekts benötigten Fördermittel sind dabei an einige Auflagen geknüpft, die mit zusätzlichem Aufwand und gewissen Prüfungszeiträumen für eingereichte Unterlagen verbunden sind.

Wärmenetz für Reicheneck

2020

Bereits seit 2020 entwickelten sich erste Ideen eines Wärmenetzes für Reicheneck. Das Ziel war dabei eine umweltfreundliche Alternative zu den im Bestand weit verbreiteten Ölheizungen oder einem neuen Erdgasnetz zu finden und die notwendigen Rahmenbedingungen zu identifizieren.

Dazu wurden in einem ersten Schritt die Wärmebedarfe für Reicheneck mit Hilfe statistischer Daten und spezieller Kennzahlen abgeschätzt. Auf Basis grober Kostenschätzungen und mit einer entsprechend hohen Anschlussquote erkannten die Beteiligten ein Potenzial zur Realisierung eines Wärmenetzes für weite Teile der Bezirksgemeinde.

Mit diesen Überlegungen informierte die FairEnergie GmbH gemeinsam mit dem Kooperationspartner Tilia GmbH erstmals Ende 2020 im Bezirksgemeinderat und traf dabei auf großes Interesse. Eine weitergehende Betrachtung durch die FairEnergie und ein regelmäßiger Informationsaustausch aller Beteiligten wurde vereinbart.

Profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen der Nahwärme

Wärmeversorgung

Schont die Umwelt und das Klima.

Platzsparend

Kein Heizkessel, Kamin oder Ähnliches notwendig.

Geringer Aufwand

Der Betriebs- und Wartungsaufwand ist nur gering. 

Investitionskosten

Wir bringen Ihnen die Wärme direkt in Haus - Sie haben nur geringe Investitionskosten.

Versorgungssicherheit

Immer kuschelig warm, immer zur Verfügung: NahWärme ist immer verfügbar!

Gesetzliche Vorgaben

Erfüllung des EWärmeG und EEWärmeG.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Haben Sie Fragen zum Wärmenetz in Reicheneck? Dann schauen Sie in unsere FAQ: Dort beantworten wir häufig gestellte Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

 

Momentan befindet sich das Projekt in einer intensiven Planungsphase. Eine genaue Zeitschiene ist daher aktuell leider noch nicht möglich. Aufgrund verschiedener festgeschriebener Aufgaben während der einzelnen Leistungsphasen ist ein Baubeginn voraussichtlich nicht vor 2024 möglich. 

Sowohl die Anschlusskosten an das Wärmenetz als auch die jährlichen Wärmekosten können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau ermittelt werden. Ziel ist jedoch, die Versorgung durch das Wärmenetz in einem Vollkostenvergleich konkurrenzfähig gegenüber anderen Alternativen (Pelletkessel, Wärmepumpe, …) anzubieten. Detailliertere Kosten werden voraussichtlich im ersten Quartal 2023 vorliegen.

In einem Vollkostenvergleich werden sowohl die einmaligen Investitionskosten für Anlagentechnik und Netzanschluss als auch die jährlich anfallenden Kosten (Brennstoff, Wartungsverträge, Kaminfeger usw.) über einen längeren Zeitraum berücksichtigt. Um verschiedene Anlagen/ Heizungsarten vergleichen zu können, werden die dadurch entstehenden durchschnittlichen Kosten pro Jahr gegenübergestellt.

Die Wärme in Reicheneck soll möglichst vollständig aus regenerativen Quellen bereitgestellt werden. Sehr wahrscheinlich werden verschiedene Erzeugungsanlagen Teil einer hybriden Wärmeversorgung sein. Dazu wurden bereits verschiedene Optionen geprüft. Die aktuell favorisierte Variante bilden eine Freiflächen-Solarthermieanlage kombiniert mit mehreren Holzhackschnitzel-Kesseln.

Die erzeugte Wärme wird über ein Wärmenetz an alle angeschlossenen Kunden verteilt. Hierfür sind im Vorfeld der Wärmelieferung umfassende Infrastrukturmaßnahmen notwendig. Die Wärmeenergie wird bei jedem Abnehmer mittels eines Wärmetauschers in den hauseigenen Heizungskreislauf überführt.

Die bisherige Technik für den hauseigenen Heizungskreislauf wird weiterhin benötigt. Ölheizung und Öltanks werden entsorgt und durch eine Übergabestation mit Wärmetauscher und ggfs. einem dezentralen Wärmespeicher ersetzt.

Sowohl beim Neubau als auch bei Sanierung von Bestandsgebäuden können durch einen Anschluss an das geplante Wärmenetz die entsprechenden Vorschriften durch Bund und Land hinsichtlich notwendigem Primärenergiefaktor und erforderlichem Anteil an erneuerbarer Wärme erfüllt werden. Sollten diese in den nächsten Jahren weiter verschärft werden, wird sich die FairEnergie um die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen kümmern.

Die Projektbeteiligten

Ihr Ansprechpartner

Lukas Vöhringer
Telefon: 07121/582-3083
lukas.voehringer(at)fairenergie.de